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Liebesgedichte von Ludwig Uhland ( 1787 bis 1862
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Die teure Stelle
Die Stelle, wo ich auf verschlungnen Wegen
Begegnete dem wunderschönen Kinde,
Das, leicht vorübereilend mit dem Winde,
Mir spendete des holden Blickes Segen:
Wohl möchte' ich jene Stelle liebend hegen,
Dort Zeichen graben in des Baumes Rinde,
Mich schmücken mit der Blumen Angebinde,
Zu Träumen mich in kühle Schatten legen.
Doch so verwirrte mich des Blickes Helle,
Und so geblendet blieb ich von dem Bilde,
Daß lang ich wie ein Trunkner mußte wanken
Und nun mit allen Streben der Gedanken,
So wie mit allem Suchen im Gefilde
Nicht mehr erforschen kann die teure Stelle.
von Ludwig Uhland
Ludwig Uhland
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