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Liebesgedichte von Theodor Storm ( 1817 bis 1888
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Nacht
Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstellt
Genießen dieser Stunde voller Frieden!
Nun finden wir unser; von der frechen Welt
Hat endlich uns die heil'ge Nacht geschieden.
Laß einmal noch, ehe sich dein Auge schließt,
Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden;
Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt,
Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden!
Was gibt es mehr! Der stille Knabe winkt
Zu seinem Strande lockender und lieber;
Und wie die Brust die atmend schwellt und sinkt,
Trägt uns des Schlummers Welle sanft hinüber.
von Theodor Storm
Theodor Storm
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