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Liebesgedichte von Friedrich von Matthisson ( 1761
bis 1831 )
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Der Bund
Hast du's in meinen Augen nicht gesehen,
Was ungestüm dein Mund seit gestern fragt?
Ich ahn' in dir das gleichgeschaffne Wesen,
Und meines Daseins öde Dämmerung tagt.
In dunkler Wolke webt, mit leiser Hand,
Die Sympathie geheimnisvoll ihr Band.
Empfang' Gesehnter, diese Freudenzehre
Zum Dank, daß du den Himmel mir enthüllt!
Der Erd' entführt ins Tal der Schattenchöre
Einst Psyche nur allein dein holdes Bild;
So rettete von Tauris wilden Strand
Sein Heiligtum Orest in's bessre Land.
Du, den ich kühn aus Tausenden erwähle,
O Schöpfer hoffnungsvoller Blütenzeit!
In diesem Kuß nimm meine ganze Seele,
In diesem Ring das Pfand der Ewigkeit;
Am Sternenhimmel flammt das heilge Wort:
Der Geister Einklang tönt unendlich fort.
von Friedrich von Matthisson
Friedrich von Matthisson
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