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Liebesgedichte von Theodor Körner ( 1791 bis
1813 )
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Wie sie eine Kornähre in der Hand zu blühen brachte
Ein jeder Wunsch, den in des Herzens Räumen
Mit zartem Sinne zarte Herzen pflegen,
Blüht herrlich auf mit wunderbarem Segen,
Kann nimmer seines Lebens Tag versäumen.
Und so machst du in heitern Frühlingsträumen
Verborg'ne Kraft sich in den Pflanzen regen;
Zum zweiten Male sproßt sie dir entgegen,
Und neue Blüten lockst du aus den Keimen.
Und so auch wogt, hat mich dein Blick getroffen,
Ein heißes Sehnen tief in meinem Busen,
Und schneller, als die Blüten dir geblüht,
Erglüht mein Herz mit jugendlichem Hoffen,
Der Genius ergreift mich und die Musen,
Und deine Anmut singt mein kühnes Lied.
von Theodor Körner
Theodor Körner
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