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Liebesgedichte von Theodor Körner ( 1791 bis
1813 )
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An Adelaiden
Es regt sich das Herz mit entzückender Glut
Mir im Gemüt!
Es wallt mir im Busen die heilige Flut,
Heilig im Liede.
Unsichtbare Mächte ziehen mich hin,
Es sehnt sich zu dir der liebende Sinn,
Adelaide!
Das heiße Verlangen, mit Schweigen verhüllt,
Keimte zur Blüte;
Dem Auge vorschwebet dein liebliches Bild,
Strahlend voll Güte.
Es störte das Herz aus wonniger Ruh;
Sein einziges Ziel, sein Streben bist du,
Adelaide!
O, schenke dem Leben die Harmonie,
Eh es verglühte;
Mir spiegelt im Wogen der Phantasie
Himmlischer Friede.
Da schwillt mir von süßer göttlicher Lust
Das liebende Herz in der liebenden Brust,
Adelaide!
Dem Baum der Liebe sprosset empor
Ewige Blüte,
Es ringt sich der Klang aus der Tiefe hervor,
Tönend im Liede;
Er waltet so lieblich, er waltet so frei
Und flüstert ins Ohr dir: Der Sänger ist treu,
Adelaide
von Theodor Körner
Theodor Körner
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