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Liebesgedichte von Emanuel Geibel ( 1815 bis 1884
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( Du bist so still, so sanft, so innig )
Du bist so still, so sanft, so innig,
Und schau' ich dir ins Angesicht,
Da leuchtet mir verständnisinnig
Der dunklen Augen frommes Licht.
Nicht Worte gibst du dem Gefühle,
Du redest nicht, du lächelst nur;
So lächelt in des Abends Kühle
Der lichte Mond auf Wald und Flur.
In Traumesdämmerung allmählich
Zerrinnt die ganze Seele mir,
Und nur das e i n e fühl' ich selig,
Daß ich vereinigt bin mit dir.
von Emanuel Geibel
Emanuel Geibel
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