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Liebesgedichte von Emanuel Geibel ( 1815 bis 1884 )





Die Küsse

In Saloniki war es nicht,
Nicht war's im schmucken Städtchen,
Im am Wlachenland liebt'
Ich einer Witwe Mädchen.

Jetzt schmückte, Mutter, schmück' das Haus,
Und schmücke deinen Garten!
Die Tochter dein so hold und fein
Soll mich als Braut erwarten.

Sie hat die Lippen rosenrot
Gefärbt mit rotem Scheine;
Ich neige mich und küsse sie,
Und färbte auch die meinen.

In dreien Flüssen wusch ich sie
Und färbte rot die Flüsse,
Und färbte rot das Meer dazu
Durch ihre roten Küsse.

von Emanuel Geibel



Emanuel Geibel










Die Liebesgedichte dieser Textsammlung wurden von uns aus antiquarischen Büchern entnommen.

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