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Liebesgedichte von Joseph Freiherr von Eichendorff ( 1788
bis 1857 )
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Stilles Glück
Es hat die Nacht geregnet,
Es zog noch grau ins Tal,
Und ruhten still gesegnet
Die Felder überall;
Von Lüften kaum gefächelt,
Durch's ungewisse Blau
Die Sonne verschlafen lächelt,
Wie eine wunderschöne Frau.
Nun sah ich auch sich heben
Aus Nebel unser Haus,
Du dehntest zwischen den Reben
Dich von der Schwelle hinaus,
Da funkelt auf einmal vor Wonne
Der Strom und Wald und Au -
Du bist mein Morgen, meine Sonne,
Meine liebe, verschlafene Frau!
von Joseph Freiherr von Eichendorff
Joseph Freiherr von Eichendorff
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